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Jahrestreffen der kommunalen Wirtschaftsförderer: Lohnt sich Wirtschaftsförderung in Zeiten der Krise?
Düsseldorf/Duisburg, 09.07.2010Mehr als einhundert kommunale Wirtschaftsförderer haben auf ihrer diesjährigen Jahrestagung den Nutzen von Wirtschaftsförderung diskutiert. Das Fazit: Die Wirtschaftsförderung ist ein wichtiger Standortfaktor, ihre Instrumente müssen aber auch kritisch hinterfragt werden. Im Mittelpunkt der Diskussion standen dabei die Förderung von Existenzgründungen, die Cluster-Politik - also die Stärkung von einander ergänzenden Unternehmensverbünden - des Landes NRW und die Verbesserung der Service-Qualität der öffentlichen Verwaltung.
„Damit Kommunen auf Dauer attraktive Wirtschaftsstandorte sind, müssen sie Standortvorteile schaffen, zum Beispiel durch die Verbesserung der eigenen Service-Qualität", sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Wirtschaftsförderer, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. „Das bedeutet: Bürokratie abbauen, Bearbeitungszeiten reduzieren, Verwaltungsabläufe verbessern." Die Dienstleistungen der Wirtschaftsförderungen müssten außerdem zielgenau dort eingesetzt werden, wo sie zu einem unmittelbaren Erfolg führen. Die Förderung von Existenzgründungen sollte zum Beispiel stärker an Qualitätskriterien gebunden werden.
Mit der Verabschiedung einer „Duisburger Erklärung" stellten die Vertreter aus den Wirtschaftsförderungen die Stärken und die Bedeutung der kommunalen Wirtschaftsförderung heraus.
Zum Hintergrund
In der Arbeitsgemeinschaft Kommunale Wirtschaftsförderer in Nordrhein-Westfalen (AGKW NRW) sind die Wirtschaftsförderer der Kreise, der kreisfreien Städte und der kreisangehörigen Städte und Gemeinden sowie die gesellschaftsrechtlich organisierten kommunalen Wirtschaftsförderer zusammengeschlossen. Der Vorstandsvorsitzende der AGKW NRW ist Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, Rhein-Kreis Neuss.
Die „Duisburger Erklärung" kann im Internet unter http://www.lkt-nrw.de// als Anlage zur Pressemeldung abgerufen werden.
Der Landkreistag Nordrhein-Westfalen (LKT NRW) ist der kommunale Spitzenverband der 30 Kreise des Landes NRW und der Städteregion Aachen mit rund 11 von landesweit insgesamt 18 Millionen Einwohnern.
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