Landkreistag
Nordrhein-Westfalen

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Initiative von Städtetag NRW und Landkreistag NRW für eine wirksame Prophylaxe gegen MRSA-Keime

Die zunehmend verbreiteten Infektionen durch Staphylokokken-Bakterien MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcous aureus) müssen nach Auffassung der Kommunen entschieden bekämpft werden. Sie führen bei den Erkrankten oft zu schweren Gesundheitsproblemen und auch zu einer signifikanten Zahl von Todesfällen. Der Städtetag NRW und der Landkreistag NRW haben zu diesem Thema ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Darin werden die umfangreichen Maßnahmen dargestellt, die die Gesundheitsämter bereits selbst gegen MRSA unternehmen. Gleichzeitig werden konkrete Vorschläge an die Gesundheitspolitik gerichtet, wie durch die Bundes- und Landesebene dem Problem beizukommen wäre.

"Es muss im Interesse aller Akteure im Gesundheitswesen sein, MRSA auf breiter Front zurückzudrängen", erklärten Dr. Stephan Articus, Geschäftsführer des Städtetages NRW, und Dr. Martin Klein, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages NRW: "Unsere Nachbarn in den Niederlanden haben vorgemacht, wie es geht: Schon mit relativ geringen Investitionen in Prävalenzscreenings (Untersuchungen bei der Aufnahme in ein Krankenhaus) und MRSA-Bekämpfung durch Hygienemaßnahmen konnte die MRSA-Rate auf niedrigem Niveau gehalten werden. Entscheidend ist, dass Todesfälle vermieden werden und gerade ältere Menschen weniger leiden müssen." Mittelfristig könnten außerdem Kosten gesenkt werden. Ein weiterer Vorteil der Eindämmung von MRSA sei, dass teure "Reserve"-Antibiotika kaum noch eingesetzt werden müssen. "Die Gesundheitspolitik muss ermöglichen, dass Prävalenzscreenings und MRSA-Sanierungen für die Krankenhäuser und durch die Hausärzte in vollem Umfang und landesweit abgerechnet werden können werden. Nur so können die Bemühungen der Gesundheitsämter in NRW zu einem nachhaltigen Erfolg führen", so Articus und Klein weiter.

Gesundheitsämter kreisfreier Städte und Kreise haben vor Ort gemeinsam mit den Krankenhäusern, niedergelassener Ärzteschaft, Altenheimen, Wissenschaft, Versicherungsträgern, Dialyseeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten sowie dem Rettungs- und Krankentransportwesen MRSA-Netzwerke installiert und bereits konkrete Fortschritte erreicht: So wurden MRSA-Übergabebogen eingeführt, das Sanierungs- und Behandlungsmanagement vereinheitlicht, die spezielle Kommunikation und gegenseitige offene Information verbessert, Fortbildungen durchgeführt, Informationsmaterialien erstellt und verteilt sowie im Rahmen des finanziell Möglichen Prävalenzscreenings eingeführt.

Das Positionspapier kann auf den Internetseiten des Städtetages NRW und des Landkreistages NRW (www.staedtetag-nrw.de, www.lkt-nrw.de) abgerufen werden.

Kontakt:

Städtetag Nordrhein-Westfalen, Pressesprecher Volker Bästlein, Tel. 0221/3771-270
Landkreistag Nordrhein-Westfalen, Pressesprecherin Christina Stausberg, Tel. 0211/96508-220

 

  Positionspapier 

Pressemitteilung vom 25.08.2009