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Kommunen können Kosten für Integration Behinderter nicht alleine schultern - Landesbehindertenbeauftragte im Gespräch mit Kreisen

In der Sitzung des Sozial- und Jugendausschusses des Landkreistages NRW diskutierten die Vertreter der nordrhein-westfälischen Kreise mit der Landesbehindertenbeauftragten Angelika Gemkow über neue Anforderungen an die Integration von Menschen mit Behinderungen.

Die Vertreter der Kreise begrüßten den Perspektivwechsel hin zu einer selbstverständlichen Teilhabe behinderter Menschen an allen Bereichen der Gesellschaft. Die Umsetzung sei jedoch eine Aufgabe aller staatlichen Ebenen, und die daraus resultierenden Kosten müssten gemeinsam geschultert werden.

Die Kreise sehen besonders die Schulen nicht ausreichend auf die neue Aufgabe vorbereitet. Die UN-Charta über die Rechte von behinderten Menschen fordert ein "inklusives" Schulsystem, also ein System, in dem der gemeinsame Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung der Regelfall ist. "Wenn die Schulen ein inklusives Schulsystem umsetzen sollen, müssen sie dazu befähigt werden", erklärte der Ausschussvorsitzende, Landrat Paul Breuer, Kreis Siegen-Wittgenstein. "Dazu gehört ausreichendes und qualifiziertes Personal, das durch das Land bereitgestellt werden muss." Stattdessen müssten die Kommunen als "Ausfallbürgen" den Mangel über eine wachsende Zahl von Integrationshelfern ausgleichen. Die Kreise befürchten eine weitere Kostenexplosion bei ohnehin schon stark belasteten Haushalten.

Angelika Gemkow sieht in der Personalausstattung der Schulen eine wichtige Voraussetzung für eine gelingende Inklusion. "Der Prozess der Inklusion muss noch wachsen. Wichtig ist eine Offenheit in den Fachfragen", so die Landesbehindertenbeauftragte.

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Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow und Ausschussvorsitzender Landrat Paul Breuer mit den Mitgliedern des Sozial- und Jugendausschusses des Landkreistages NRW

Pressemitteilung vom 23.09.2009 


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