Landkreistag
Nordrhein-Westfalen
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Kreise befürworten Impfaktion gegen Neue Grippe
In der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses des Landkreistages Nordrhein-Westfalen haben sich die Vertreter der nordrhein-westfälischen Kreise für die Impfung gegen die Neue Grippe (A/H1N1) ausgesprochen.
Die Impfaktion verspricht einen wirksamen Schutz weiter Bevölkerungsteile gegen die Neue Grippe.
"Nach allen derzeit vorliegenden Erkenntnissen kann davon ausgegangen werden, dass die Impfung für sehr viele Menschen ausgesprochen sinnvoll ist", so Ausschussvorsitzende Landrätin Lieselore Curländer, Kreis Herford. "Falls im Einzelfall aus besonderen Gründen von der Impfung abgeraten werden muss, werden die impfenden Ärzte die Menschen entsprechend informieren."
Der Landkreistag begrüßt, dass in Nordrhein-Westfalen die Impfung selbst ganz überwiegend von den Haus- und Betriebsärzten vorgenommen wird. "Diese Ärzte kennen ihre Patienten am besten, sie sollten daher auch impfen", so die Landrätin weiter. "Der bisher milde Krankheitsverlauf und die auf Grund der Beendigung der Hauptreisezeit zurückgehenden Zahlen an Neuerkrankungen rechtfertigen keine großangelegten Massenimpfungen."
Das Land hatte es den Gesundheitsämtern freigestellt, ob sie selbst impfen oder auf das haus- und betriebsärztliche Regelsystem zurückgreifen. Zumindest im Bereich der Kreise wird man nach derzeitigem Stand auf zentrale Impfstellen, die auch im ländlichen Bereich schwer zu erreichen wären, verzichten und stattdessen auf die bewährten Strukturen der Hausärzte zurückgreifen. Die Gesundheitsämter arbeiten hier koordinierend sehr eng mit den Kassenärztlichen Vereinigungen, aber auch den Apotheken und ihren Verbänden, über die die Verteilung des Impfstoffes organisiert wird, zusammen. So kann sicher gestellt werden, dass flächendeckend allen Menschen ab Ende Oktober ein Impfangebot gemacht werden kann.
In einem ersten Schritt werden die Beschäftigten im Gesundheitswesen, bei Polizei und Feuerwehr und bei Hilfsorganisationen geimpft. Danach werden Personen mit einer medizinischen Indikation versorgt. Es ist nach momentanem Stand davon auszugehen, dass der Impfstoff für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ausreicht.
Ausschussvorsitzende Landrätin Lieselore Curländer, Kreis Herford (Bildmitte) und Landrat Michael Makiolla, Kreis Unna (3.v.l.) mit den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses des Landkreistages NRW. (Foto: Kreis Unna)
Pressemitteilung vom 09.10.2009
