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Landräte diskutieren mit EU-Kommissar Oettinger Energiepolitische Rolle des ländlichen Raums definieren und Chancen nutzen
EU-Kommissar Günther Oettinger (Bildmitte) mit (v. l.) Landrat Dr. Olaf Gericke, LKT-Beigeordneter Dr. Marco Kuhn, LKT-Vizepräsident Landrat Thomas Hendele, Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, , LKT-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Klein, Landrat Friedel Heuwinkel, EU-Verbindungsbüroleiterin Birgit Essling, Landrat Günter Rosenke
Brüssel/Düsseldorf, den 02.12.2011
Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch in der EU auf 20 Prozent gesteigert werden. Dazu bedarf es vieler Aktivitäten. Intensive Gespräche fanden jetzt zwischen den nordrhein-westfälischen Kreisen, EU-Kommissar Günther Oettinger und Europaabgeordneten in Brüssel statt. In der Debatte um Energieeffizienzmodelle, geplante verpflichtende Maßnahmen, Prioritätendefinitionen und Finanzierungsinstrumente für den weiteren Ausbau der neuen europaweiten Energieinfrastruktur wurde die besondere Rolle des ländlichen Raums, darunter auch in Nordrhein-Westfalen, deutlich.
Energiekommissar Günther Oettinger von der Europäischen Kommission zeigte sich beeindruckt von den Aktivitäten der nordrhein-westfälischen Kreise. Die vielen auf lokale Gegebenheiten zugeschnittenen Lösungen ergeben nämlich eine Summe mit spürbarem Wert für die Energiewende. Breite Vernetzung und Bürgerbeteiligung bringen tragfähige Lösungen mit europäischem Mehrwert. Und genau für die Förderung solcher Projekte sollen Mittel bereitgestellt werden. Die Delegation der nordrhein-westfälischen Landräte begrüßte die Berücksichtigung des ländlichen Raums sehr. „Die Vielfalt der in Nordrhein-Westfalen vorhandenen Gebietskulissen muss bei der Formulierung von Prioritäten in der zukünftigen Förderperiode 2014-2020 berücksichtigt werden", betonte auch LKT-Vizepräsident Landrat Thomas Hendele. „Das Tempo der Energiewende wird durch die Infrastrukturentwicklung bestimmt. Neben der Akzeptanz und Finanzierung sind die rechtlichen und genehmigungspolitischen Prozesse die Hauptprobleme. Hier kommen die Kreise als Problemlöser ins Spiel."
Im Anschluss fand ein Arbeitsgespräch mit dem Europaabgeordneten Claude Turmes (Die Grünen), dem Hauptberichterstatter im Europäischen Parlament zur EU-Effizienzrichtlinie statt. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmen und Forderungen der nordrhein-westfälischen Kreise. Die Vorstellung beispielhafter Projekte aus Nordrhein-Westfalens ländlichem Raum zeigte noch einmal deutlich, wie wichtig die Kreise als Akteure sind, aber auch, dass europäische Verordnungen und Richtlinien mit allen ihren Folgen zu betrachten und abzuschätzen sind.
Ein Bild der Veranstaltung steht auf der Internetseite des LKT NRW (www.lkt-nrw.de) als Anlage zur Pressemitteilung zur Verfügung.
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