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Neue Wege zum Klimaschutz in den Kreisen

Düsseldorf/Wesel, 25.11.2009

Die Kreise in Nordrhein-Westfalen wollen durch die Nutzung von Biomasse den An-teil erneuerbarer Energien deutlich steigern und damit einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Das unterstrichen die Vertreter der Kommunen im Beisein von Umweltminister Eckhard Uhlenberg auf der heutigen Biomasse-Konferenz des Landkreistages Nordrhein-Westfalen in Wesel. Das Land fördert in sechs Kreisen für einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren den Einsatz von „Biomassemanagern“, um das Ausschöpfen der Potenziale der Biomassenutzung zu unterstützen.

„Es ist davon auszugehen, dass die Potenziale der energetischen Nutzung von Bio-masse noch bedeutend größer sind als gegenwärtig realisiert“, erklärte LKT-Präsident Landrat Thomas Kubendorff, Kreis Steinfurt. „Da Biomasse dezentral an-fällt, eignet sie sich besonders für die Nutzung auf lokaler und regionaler Ebene. Dadurch entstehen auch neue Chancen für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt.“ Gerade die Kreise seien geeignet, die Steuerungsaufgaben für die Nutzung von Biomasse zu übernehmen, da sie zum einen groß genug sind, eine koordinierende Funktion auszufüllen und zum anderen dennoch eine dezentrale Umsetzung realisie-ren und den lokalen Besonderheiten Rechnung tragen können.

Umweltminister Eckhard Uhlenberg begrüßte die Anstrengungen der Kreise zum Klimaschutz. Die Kohlendioxidemissionen in Nordrhein-Westfalen sollen bis zum Jahr 2020 um 81 Millionen Tonnen reduziert werden; in diesem Zusammenhang spiele die Bioenergie eine entscheidende Rolle. „Die Strom- und Wärmeproduktion aus Biomasse in NRW soll von knapp 9 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2005 auf fast 18 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2020 verdoppelt werden. Damit können 16 Prozent des privaten Energiebedarfs für Strom und Wärme in Nordrhein-Westfalen allein aus Bioenergie abgedeckt werden“, so Eckhard Uhlenberg.

Nach aktuellen Erhebungen liegt das Biomasse-Potenzial im Kreis Wesel beispiels-weise besonders in der holzartigen Biomasse – also in allen Arten von Rest- und Abfallhölzern, die energetisch genutzt werden können. Der Kreis hat daher hier ei-nen Entwicklungsschwerpunkt gesetzt und zwei Projekte aufgelegt. „Der Kreisbau-hof in Alpen verfügt ab Ende diesen Jahres über eine Holzhackschnitzelanlage mit einer Investitionssumme von rund 1,12 Millionen Euro, und am Schulstandort in Moers wird Anfang 2010 eine Holzhackschnitzelheizung mit einer Investitionssumme von rund 1,62 Millionen Euro in Betrieb genommen“, berichtete Landrat Dr. Ansgar Müller. Die Einstellung eines Biomassemanagers ist ebenfalls kurzfristig geplant.

Der Landkreistag Nordrhein-Westfalen (LKT NRW) ist der kommunale Spitzenverband der 30 Kreise in NRW und der Städteregion Aachen mit rund 11 Millionen von landesweit insgesamt 18 Millionen Einwohnern.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Catrin Postert, Kreis Wesel, Tel. 0281.207.2316, E-Mail catrin.postert@kreis-wesel.de, oder an Pressesprecherin Christina Stausberg, Landkreistag Nordrhein-Westfalen Tel. 0211.300491.120, Fax: .660, E-Mail: presse@lkt-nrw.de.


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