Brigadegeneral Müller beim Vorstand des Landkreistags NRW

18. Mai 2026: Düsseldorf – Im Rahmen der Vorstandssitzung des Landkreistags NRW referierte Brigadegeneral Hans-Dieter Müller, Kommandeur des Landeskommandos NRW, die NRW-Landrätinnen und NRW-Landräte zur zivil-militärischen Zusammenarbeit (ZMZ) sowie zum Sachstand beim „Operationsplan Deutschland“ (OPLAN DEU).

Der OPLAN DEU beschreibt u.a. die Zusammenarbeit zwischen militärischen und zivilen Akteuren in Krisen- und Verteidigungsszenarien. Dabei kommt den Kommunen eine zentrale Bedeutung zu – unter anderem bei Fragen des Bevölkerungsschutzes, der Aufrechterhaltung kritischer Infrastruktur, der Versorgungssicherheit sowie der Unterstützung logistischer Abläufe.


Der Vorstand des LKT NRW im Gespräch mit Brigadegeneral Hans-Dieter Müller
Quelle: Landkreistag NRW

Im Mittelpunkt des Vortrags standen die aus den sicherheitspolitischen Herausforderungen der heutigen Zeit resultierenden Anforderungen an öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft. Brigadegeneral Müller erläuterte die Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe innerhalb des NATO-Bündnisses und ging insbesondere auf die Bedeutung leistungsfähiger kommunaler Strukturen im Rahmen der Gesamtverteidigung ein. „Resilienz und Krisenvorsorge müssen zunehmend als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden“, unterstrich Brigadegeneral Müller. Im fortwährenden Austausch mit den kommunalen Spitzen wurde deutlich, dass ein enger Dialog zwischen Bundeswehr und kommunalen Entscheidungsträgern von wesentlicher Bedeutung sei.

Dabei ging es insbesondere um die Rolle der Kreise bei der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Die intensive Diskussion zeigte, welchen Stellenwert die aktuellen sicherheits- und verteidigungspolitischen Entwicklungen für die kommunale Ebene haben. Landrat Dr. Olaf Gericke, Präsident des LKT NRW, betonte: „Angesichts der aktuellen Bedrohungslagen ist ein belastbares Netzwerk zwischen Bundeswehr, Kommunen und weiteren staatlichen Akteuren essenziell. Die Kommunen stehen bereit, um im engen Austausch mit Bundeswehr und Innenministerium Resilienz-Maßnahmen auszubauen und an die neue Sicherheitslage anzupassen.“