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LKT NRW: Berufliche und akademische Bildung gleichwertig

09.11.2018 NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer sprach vor der Landkreisversammlung des Landkreistags NRW.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer mit Landrat Michael Kreuzberg, Rhein-Erft-Kreis (v.l.), Landrat Thomas Hendele (Kreis Mettmann), Präsident des Landkreistags NRW, und Dr. Martin Klein, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags NRW.

Die Delegierten des Landkreistags NRW begrüßten bei ihrer Mitgliederversammlung in Brühl (Rhein-Erft-Kreis) die Ankündigung der NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer, die berufliche Bildung zu stärken. Der Landkreistag NRW müsse in diesem Prozess von Anfang einbezogen werden.

Zur Landkreisversammlung des Landkreistags NRW kamen die Delegierten aus den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen zusammen, um mit Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, zu sprechen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Stärkung der beruflichen Bildung und die Digitalisierung von Schulen. 

„Angesichts des Fachkräftemangels ist es dringend erforderlich, dass die Landesregierung die Stärkung der beruflichen Bildung vorantreibt. Für die Kreise haben berufliche und akademische Bildung als Träger von Berufskollegs den gleichen Stellenwert“, betonte der Präsident der Landkreistags NRW, Landrat Thomas Hendele (Kreis Mettmann). 

Erfreut zeigten sich die Delegierten über die Ankündigung der NRW-Bildungsministerin, den im NRW-Koalitionsvertrag von CDU und FDP vereinbarten „Pakt für die berufliche Bildung“ schnell vorantreiben, die regionale Verantwortung der Berufskollegs stärken sowie Fachklassen vor Ort sichern zu wollen. Letzteres sei gerade in ländlichen Regionen entscheidend für die Fachkräftesicherung dort ansässiger Unternehmen. Die Landkreisversammlung hat die Erwartung, dass die Kreise als Träger von Berufskollegs in die Überlegungen des Ministeriums von Anfang an einbezogen werden.

Zudem forderte die Landkreisversammlung eine Leitentscheidung des Landes für die digitale Bildung. „Die Digitalisierung im Schulbereich geht weit über die Sicherung der schulischen Infrastruktur hinaus“, betonte Hendele. Mit dem Breitbandausbau und der Anschaffung von Endgeräten sei es nicht getan. Man müsse die Frage der Instandhaltung der digitalen Infrastruktur klären. Diese laufenden Kosten überstiegen die einmaligen Investitionskosten bei weitem. Damit dürften die Kommune als Schulträger nicht alleine gelassen werden: „Wir brauchen eine dauerhafte und dynamisierte Mitfinanzierung des Landes für den digitalen Support“, forderte Hendele weiter.

Darüber hinaus zeigten sich die Delegierten erfreut, dass die Landesregierung zu Beginn der Legislaturperiode die Mindestgrößen für Förderschulen flexibilisiert und somit drohenden Schließungen entgegengewirkt habe. Zwar begrüßten sie die Ankündigung der Ministerin, die Aussetzung der Mindestgrößenverordnung zu verlängern, auf Dauer brauche man aber Ausnahmen von Mindestgrößen im Einzelfall, um im Interesse der Kinder und der Eltern eine flächendeckende Versorgung gerade in ländlichen Regionen zu sichern.  

 

  

 

Hinweis

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Kategorien: Pressemitteilung