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LKT NRW fordert 100-prozentige Mobilfunkabdeckung

11.07.2018 Der LKT NRW fordert beim Ausbau der mobilen 5G-Infrastruktur eine gleichwertige Erschließung der ländlichen Gebiete.

Im Vorfeld des für morgen terminierten Mobilfunkgipfels in Berlin fordert der Landkreistag NRW (LKT NRW) eine zügige Einigung für den Ausbau der mobilen 5G-Infrastruktur, die eine gleichwertige Erschließung der ländlichen Gebiete gewährleistet.

„Wir brauchen eine hundertprozentige und übertragungsstarke Mobilfunkabdeckung in NRW“, sagte Dr. Martin Klein, Hauptgeschäftsführer des LKT NRW in Düsseldorf. Ein flächendeckendes Netz sei unverzichtbar, um gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land zu ermöglichen.

In Hinblick auf den Mobilfunkgipfel von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer mit den führenden Telekommunikationsunternehmen sowie Vertretern der Bundesländer in Berlin betonte Klein: „Jetzt müssen auch schnell vernünftige Weichen für den Ausbau der 5G-Netze gestellt werden.“ 5G sei das Rückgrat für Digitalisierung und insbesondere für mobile digitale Anwendungen wie autonomes Fahren, elektronisches Ticketing im ÖPNV, digitale Steuerung des Verkehrs und Telemedizin.

„Hier dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholt werden“, unterstrich Klein. Kreisfreier und kreisangehöriger Raum (Stadt und Land) müssten von Beginn an gleichermaßen mit 5G versorgt werden. Dafür müsse der Bund mittels entsprechender Regulierungsauflagen Sorge tragen. Und darauf sollte das Land Nordrhein-Westfalen ebenfalls in geeigneter Weise hinwirken.

Noch immer gebe es auch in NRW zahlreiche Funklöcher, aber auch große Flächen mit einer schlechten mobilen Netzanbindung. Ländliche Regionen sowie Autobahnen und Bahntrassen seien besonders betroffen. Klein begrüßte deshalb den vor kurzem vereinbarten Mobilfunkpakt von NRW-Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart mit den führenden Telekommunikationsunternehmen in NRW zur Verbesserung der Mobilfunk-Versorgung.

„Die ersten Weichen für NRW sind gestellt. Jetzt müssen Taten folgen“, so Klein. Die beabsichtigte Schließung von Funklöchern in NRW sei ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Angesichts der rasanten Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelt reiche das aber bei weitem nicht mehr aus. „Es kann nicht sein, dass wir in einigen ländlichen Regionen mit mobilen Übertragungsgeschwindigkeiten wie in den 90er Jahren arbeiten“, kritisierte Klein den Ist-Zustand. Die Versorgung mit Mobilfunk der neuesten Generation sei für die Zukunftsfähigkeit im ländlichen Raum genauso wichtig wie die Versorgung mit Gigabit-Breitbandnetzen.

 

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