Das Sicherheitsgefühl und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger stärken
Der Oberbergische Kreis setzt sich aktiv gegen Gewalt, insbesondere gegen Gewalt gegen Frauen, ein. Im Rahmen einer Kampagne des „Netzwerk no – gegen Gewalt“ für den Oberbergischen Kreis, wurde eine violette Sitzbank mit dem Slogan „Kein Platz für Gewalt“ vor dem Kreishaus aufgestellt, um das Thema sichtbar zu machen und ins Gespräch zu bringen. Anlässlich des Internationalen Frauentages 2025 wurde die Motivsitzbank installiert, die mit einer Plakette über Hilfsangebote informiert. Zudem sensibilisiert das Netzwerk während der Karnevalszeit für die Gefahr von KO-Tropfen und sexualisierter Gewalt, bietet Tipps zum Schutz und veranstaltete am 25. November 2024 einen Aktionstag gegen Gewalt mit Mahnmalen und Programmen. Insgesamt verfolgt der Oberbergische Kreis das Ziel, durch Öffentlichkeitsarbeit, Prävention und Gemeinschaftsaktionen das Sicherheitsgefühl und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger zu stärken.
Der Slogan "Kein Platz für Gewalt" steht auf der violetten Sitzbank, die auf Initiative des „Netzwerk no - gegen Gewalt“ aufgestellt wurde. Die Bank steht gut sichtbar vor dem Haupteingang des Kreishauses in Gummersbach. Sie wurde im Rahmen des Internationalen Frauentages am 8. März 2025 installiert. "Wir möchten mit der Bank ein deutliches und dauerhaft sichtbares Symbol gegen Gewalt setzen", sagt die Gleichstellungsbeauftragte des Oberbergischen Kreises, Magdalena Tertel, die das Netzwerk no - gegen Gewalt für den Oberbergischen Kreis leitet und die Kampagne im Oberbergischen Kreis verantwortet. Das im Jahr 2002 gegründete Netzwerk hat sich die Hilfe und Unterstützung der Opfer und die Gewaltprävention zur Aufgabe gemacht.
"Die violette Sitzbank lädt nicht nur zum Verweilen ein. Sie soll das Thema 'Gewalt gegen Menschen' aus der Tabuzone holen und stärker ins Gespräch bringen. Die Kampagne ist nur deshalb möglich, weil wir Unterstützung in Form von Fördermitteln für die Öffentlichkeitsarbeit vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten“, sagt Magdalena Tertel. Die Bank ist an der Rückenlehne mit einer Plakette versehen, die über Hilfen und Anlaufstellen vor Ort informiert.
"Gemeinsam mit der Kreispolizeibehörde, Kommunen, Bildungseinrichtungen und Organisationen setzen wir uns dafür ein, dass sich die Menschen im Oberbergischen Kreis sicher fühlen können: im öffentlichen Raum, an ihrem Arbeitsplatz, in ihrer Freizeit und auch zu Hause. Wichtige Maßnahmen sind Prävention und Aufklärung. Dazu können auch die Bänke mit ihrer Signalwirkung beitragen", sagt Landrat Jochen Hagt.
Das oberbergische Netzwerk no - gegen Gewalt möchte in den kommenden Monaten und Jahren gerne noch weitere violette Bänke im Oberbergischen Kreis aufstellen damit flächendeckend alle Bürgerinnen und Bürger erreicht werden können.
Aktionstag gegen Gewalt
Zum ersten Mal hat das Netzwerk Oberberg no - gegen Gewalt, gemeinsam mit der Regional AG Gleichstellung, einen Aktionstag am 25. November 2024 unter dem Motto „Oberberg sagt NEIN zu Gewalt“ im Einkaufszentrum Bergischer Hof in Gummersbach veranstaltet. Mit einem Mahnmal des Caritasverbandes Oberberg wurde anhand von 155 Paaren Frauenschuhen verdeutlicht, wie viele Mädchen und Frauen in Deutschland 2023 Femizidopfer geworden sind, ergänzt von den Koordinatoren der Frühen Hilfen der Jugendämter um 100 Paaren Kinderschuhe, die 2023 Opfer von Gewalt gegen Frauen in Oberberg wurden.
Über den Tag verteilt haben Fachkräfte aus Oberberg auf der Bühne zum Thema berichtet, an den Infoständen beraten und sogar eine Frau, die 2024 Opfer von Gewalt wurde, hat ihre Geschichte mit uns geteilt.
Zusätzlich gab es an diesem Aktionstag vielfältige Angebote und Hilfeleistungen wie z. B. Schulungen zur Selbstbehauptung und zu Selbstverteidigung. Die Gleichstellungsstelle hat sich über viele Unterstützerinnen und Unterstützer gefreut, die den Aktionstag begleitet haben. Anwesend waren auch Personen aus politischen Gremien.
Da diese Kampagne großen Zuspruch gefunden hat, entschied sich das Netzwerk auch im Jahr 2025 den Aktionstag fortzuführen. Um die Prävention zu steigern, werden ab jetzt regelmäßig kostenlose Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse angeboten.
Sicher Karneval feiern – Netzwerk Oberberg no – gegen Gewalt informiert
Anlässlich der Karnevalszeit sensibilisiert das Netzwerk Oberberg no - gegen Gewalt die Bevölkerung für die Gefahr von KO-Tropfen und damit verbundenen sexuellen Übergriffen. Während der fröhliche Fastelovend für viele Menschen die schönste Zeit des Jahres ist, kann er allerdings durch KO-Tropfen und sexualisierte Gewalt zum Albtraum werden.
Das Netzwerk gibt wichtige Tipps, um sich zu schützen und im Falle eines Verdachts richtig zu handeln. Ziel ist es, die Sicherheit aller Jecken zu erhöhen und sexualisierte Gewalt zu verhindern.
Die Gleichstellungsstelle des Oberbergischen Kreises vertritt die Auffassung, dass die Netzwerkarbeit für diese Aufgabe essenziell ist und nur durch die Synergienutzung solche Projekte, Kampagnen und Angebote möglich sind.
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| Magdalena Tertel Quelle: Oberbergischer Kreis |
Sarah Schalenbach |

