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Statement zur Schulmail Nr. 19 des NRW-Schulministeriums

05.05.2020 Kreise für individuelles Konzept zur Öffnung von Förderschulen

Der Landkreistag NRW begrüßt die angekündigte Abstimmung des NRW-Schulministeriums mit den kommunalen Trägern und weiteren maßgeblich Verantwortlichen im Bereich der Förderschulen in NRW. Die Öffnung der Förderschulen bedarf spezieller Konzepte, die die individuellen Anforderungen der besonders schutzbedürftigen Schülerinnen und Schüler berücksichtigt.

 Die Ankündigungen des NRW-Schulministeriums zur Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an Förderschulen kommentiert der Präsident des Landkreistags NRW, Landrat Thomas Hendele (Kreis Mettmann), ausdrücklich positiv: „Wir begrüßen, dass die Landesregierung unseren dringenden Wunsch aufgenommen hat und sich jetzt mit den maßgeblichen Verantwortlichen für die Förderschulen – darunter auch die Kreise als Förderschulträger – berät, um einen differenzierten Wiedereinstieg in den Präsenzunterricht zu ermöglichen. Genauso richtig ist es, Wissenschaftler zu Rate zu ziehen, um fundierte Lösungen zum Gesundheitsschutz der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrkräfte zu erarbeiten. Gerade für die Förderschulen für geistige Entwicklung und für körperliche und motorische Entwicklung sind spezielle Konzepte erforderlich, die die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Förderschwerpunkten berücksichtigen. So sind beispielsweise die generellen Abstandsregelungen bei Kindern mit körperlichen und motorischen, aber auch geistigen Handicaps kaum umsetzbar. Wichtig ist auch, dass diese Konzepte bald vorgelegt werden, damit wir den Kindern zügig wieder die von ihnen benötigte Unterstützung zukommen lassen können. Das Land trägt hier eine besondere Verantwortung.“

Im Rahmen des Kommunalgipfels zwischen Ministerpräsident Armin Laschet, mehreren Landesministern – darunter Schulministerin Yvonne Gebauer - und den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände in NRW am 01.05.2020 hatte der Landkreistag NRW auf die besonderen Anforderungen der Förderschulen hingewiesen und die Landesregierung aufgefordert, sich mit den Praktikern vor Ort zu beraten. In der heutigen Schulmail des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW wird dies aufgegriffen. Im Hinblick auf die Förderschulen für geistige Entwicklung sowie für körperliche und motorische Entwicklung wird es voraussichtlich schon heute Gespräche über die Rahmenbedingungen für den Start des Präsenzunterrichts mit Eltern- und Lehrervertretern sowie mit den Schulträgern geben. Die Kreise sind Träger der meisten Förderschulen im kreisangehörigen Raum.

Hinweis

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Pressesprecherin Rosa Moya, Telefon: +49 211 30 04 91 160, E-Mail: r.moya@lkt-nrw.de.

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