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NRW-Kreise in Zahlen

NRW-Kreise in Zahlen

45.000 genehmigte Wohnungen 2018 in NRW-Kreisen

45.000

In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen wurden 2018 gut 45.000 Wohnungen zum Bau freigegeben. Das sind rund 65 Prozent aller Baugenehmigungen für Wohnungen in NRW.

Landesweit wurden im Jahr 2018 mehr als 55.000 Wohnungen neu genehmigt. Rund 80 Prozent aller Baugenehmigungen erteilten dabei die Bauämter im kreisangehörigen Raum (Quelle: IT.NRW, Stand: März 2019).

Der Anteil an genehmigten Wohnungen im kreisangehörigen Raum stieg somit im Fünfjahresvergleich von rund 65 Prozent um 15 Prozentpunkte. 2013 waren wurden von den landesweit rund 49.500 Baugenehmigungen für Wohnungen knapp 33.000 in den Kreisen erteilt.

Der Kreis mit den meisten Wohnungsbaugenehmigungen war Steinfurt mit ca. 2400 Einheiten, der zugleich die landesweit zweithöchste Baugenehmigungsquote von knapp 54 Wohnungen pro 10.000 Einwohnern verzeichnete. Ebenfalls eine hohe Zahl an Baugenehmigungen erteilten Rhein-Sieg (ca. 2250 und einer Quote von knapp 38 Wohnungen je 10.000 Einwohner) und Rhein-Erft (ca. 1900 – 40 Wohnungen je 10.000 Einwohner).

530.000 Gewerbebetriebe in NRW-Kreisen

530.000

In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 530.000 Gewerbebetriebe. Das sind landesweit mehr als 60 Prozent aller gewerbesteuerpflichtigen Firmen.

Landesweit gibt es knapp 870.000 Gewerbebetriebe (inklusive Betriebsstätten). Davon haben mehr als 60 Prozent ihren Sitz im kreisangehörigen Raum (Quelle: IT.NRW, Stand: Februar 2019).

Der Kreis mit den meisten Gewerbebetrieben ist der Kreis Mettmann mit knapp 30.000 Betrieben. Lediglich die kreisfreien Städte Köln mit über 57.000 und Düsseldorf mit rund 48.000 Betrieben liegen darüber.

Nach dem Kreis Mettmann gehören die Städteregion Aachen (knapp 29.000 Betriebe), Rhein-Sieg (knapp 27.000 Betriebe) und der Rhein-Kreis Neuss (rund 25.000 Betriebe) zu den Kreisen mit den meisten Gewerbebetrieben. Diese vier Kreise sind zugleich die wirtschaftsstärksten in Nordrhein-Westfalen.

200 Krankenhäuser in NRW-Kreisen

200

Die meisten Krankenhäuser in NRW sind im kreisangehörigen Raum angesiedelt. In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 200 Kliniken.

Landesweit gibt es über 340 Krankenhäuser und knapp 120.000 aufgestellte Krankenbetten. Doch obwohl rund 60 Prozent der Kliniken im kreisangehörigen Raum angesiedelt sind, wo auch die Mehrheit der Bevölkerung lebt, zählen die rund 200 Krankenhäuser in den Kreisen lediglich rund 58.000 aufgestellte Krankenbetten und somit weniger als die Hälfte aller Krankenbetten in NRW (Quelle: IT.NRW, Stand: Oktober 2018).

Der Kreis mit den meisten Krankenhäusern ist der bevölkerungsreichste Kreis Deutschlands, der Kreis Recklinghausen: Mit 12 Kliniken mit insgesamt rund 4.900 Krankenbetten liegt er landesweit auf Platz drei direkt hinter den Großstädten Köln (22 Kliniken mit rund 7.000 Betten) und Düsseldorf (13 Kliniken mit rund 5.000 Betten).

Nach dem Kreis Recklinghausen gehören der Märkische Kreis (11 Kliniken mit knapp 2.900 Betten), der Kreis Mettmann (11 Kliniken mit über 2.200 Betten) und der Hochsauerlandkreis (10 Kliniken mit mehr als 2.000 Betten) zu den Kreisen mit den meisten Krankenhäusern.

Demgegenüber haben die Kreise Höxter und Olpe jeweils nur zwei Kliniken. Während Höxter noch insgesamt mehr als 1.000 aufgestellte Betten aufweisen kann, gibt es in Olpe in den beiden Einrichtungen weniger als 850 Krankenbetten.

 Die höchste Bettennutzung weist mit rund 86 Prozent der Kreis Heinsberg auf, in dem es vier Krankenhäuser mit insgesamt knapp 1.000 Krankenbetten gibt. An zweiter und dritter Stelle sind der Kreis Soest mit einer Bettennutzung von knapp 85 Prozent (9 Kliniken mit insgesamt rund 2.000 Betten) und der Kreis Steinfurt mit einer Bettennutzung von knapp 84 Prozent (8 Kliniken mit rund 2.000 Betten).

1,6 Millionen Auspendler in NRW-Kreisen

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In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen pendeln täglich rund 1,6 Millionen Erwerbstätige über die Kreisgrenzen hinaus. Das sind 43 Prozent aller Auspendler in NRW.

NRW-weit pendelten im Jahr 2017 täglich rund 3,3 Millionen Erwerbstätige über die Kreis- bzw. Gemeindegrenze hinaus. Davon pendelten rund 40 Prozent über die Kreisgrenzen aus. Im Vergleich dazu pendelten lediglich 23 Prozent aus den kreisfreien Städten aus, der Rest innerhalb des jeweiligen Kreises über die Gemeindegrenzen aus (Quelle: IT.NRW, Stand: 14.11.2018).

Der Kreis mit der höchsten Anzahl an Pendlern über die Kreisgrenze war Rhein-Sieg mit über 157.000 Auspendlern. Dabei pendelte der überwiegende Teil nach Bonn (40 Prozent) und Köln (29 Prozent).

Ebenfalls eine hohe Anzahl an Auspendlern über die Kreisgrenze haben der Kreis Recklinghausen (rund 130.000 Auspendler), Rhein-Erft (124.000 Auspendler), Kreis Mettmann (117.000 Auspendler) und Rhein-Kreis-Neuss (113.000 Auspendler). Auch in diesen Kreisen pendelten 2017 die meisten Auspendlern in Großstädte: 46 Prozent des Auspendlerstroms aus dem Kreis Reckling-hausen ging nach Gelsenkirchen, Dortmund, Essen und Bochum. Die meisten Auspendler aus dem Rhein-Erft-Kreis pendelten nach Köln (60 Prozent). Und in die Landeshauptstadt Düsseldorf pendelten jeweils rund 42 Prozent der Auspendler aus dem Kreis Mettmann und dem Rhein-Kreis-Neuss.

3,2 Milliarden Euro für Kindertageseinrichtungen in NRW-Kreisen

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In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 6.000 Kitas und über 8.000 Tagesmütter und -väter. Dafür gaben Kreise und Gemeinden im kreisangehörigen Raum im Jahr 2017 rund 3,2 Milliarden Euro aus.

Die landesweiten Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe für die Kindertagesbetreuung für das Jahr 2017 beliefen sich auf 5,6 Milliarden Euro (Quelle: IT.NRW, Stand 12.12.2018). Davon wurde der überwiegende Teil im kreisangehörigen Raum aufgewendet.

Allein in den NRW-Kreisen befinden sich insgesamt rund 375.000 Kinder (59 Prozent) in der Kindertagesbetreuung, davon sind mehr als 76.000 unter drei Jahre alt.

Die Kreise mit den höchsten Ausgaben sind zugleich die mit den meisten Kindertageseinrichtungen: Der Rhein-Sieg-Kreis mit seinen 19 kreisangehörigen Städten und Gemeinden hat für die insgesamt 386 Kitas und 443 Tagesmütter und -väter Kosten von knapp 200 Millionen Euro. Ihm folgen die Städteregion Aachen mit Ausgaben in Höhe von rund 182 Millionen Euro und der Kreis Recklinghausen mit Ausgaben von rund 178 Millionen Euro. Der kleinste Kreis in NRW, Kreis Olpe, mit 86 Kitas und 66 Tagesmütter und -väter wendet knapp 20 Millionen Euro auf.

Unter dem Begriff Kindertagesbetreuung werden sowohl die Betreuung in Kindertageseinrichtungen als auch die in öffentlich geförderter Kindertagespflege (Tagesmütter und -väter) statistisch erfasst.

Über 11.000 Sportvereine in den NRW-Kreisen

11.000

Die meisten Sportvereine in NRW sind im kreisangehörigen Raum angesiedelt. In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 11.800 Sportvereine mit rund drei Millionen Mitgliedern.

Derzeit gibt es in NRW rund 18.500 dem Landessportbund angebundene Sportvereine mit über fünf Millionen Mitgliedern. Dabei sind mit mehr als 11.800 circa 60 Prozent dieser Sportvereine im kreisangehörigen Raum (Quelle: LSB NRW, Stand: 31. März 2018). Allein im kreisangehörigen Raum sind mehr als 3.000.000 Menschen in den Sportvereinen organisiert.

Der Kreis mit den meisten Sportvereinen ist der Kreis Reckling-hausen: Der Kreisportbund zählt dort 673 Sportvereine. An zweiter Stelle ist der Rhein-Sieg-Kreis mit 567 Vereinen, gefolgt vom Märkischen Kreis mit 545 Vereinen.

Die höchste Mitgliederzahl hat der Kreissportbund Steinfurt mit über 144.000 Mitgliedern in 396 Vereinen. Auch die Kreissportbünde Recklinghausen (143.600 Mitglieder in 673 Vereinen), Borken (141.800 Mitglieder in 373 Vereine) und Wesel (126.300 Mitglieder in 488 Vereinen) gehören zu den mitgliederstärksten.

Der Landessportbund NRW ist mit seinen 125 Mitgliedorganisationen, rund 18.500 Sportvereinen und insgesamt über fünf Millionen Mitgliedern die größte Personenvereinigung in Nordrhein-Westfalen. Gemeinnützigkeit und ehrenamtliches Engagement wird in den Vereinen großgeschrieben. In den NRW-Sportvereinen engagieren sich rund 500.000 Menschen ehrenamtlich, davon mehr als 160.000 im Trainings- und Wettkampfbetrieb.

Lebenserwartung im kreisangehörigen Raum über Landesdurchschnitt

60%

Die durchschnittliche Lebenserwartung für Neugeborene in Nordrhein-Westfalen ist weiter angestiegen. Überwiegend in den Kreisen ist die Lebenserwartung oft höher als im Landesdurchschnitt.

Die durchschnittliche Lebenserwartung für neugeborene Mädchen liegt in NRW bei 82,7 Jahren, bei neugeborenen Jungen durchschnittlich bei 78 Jahren. Dabei haben Kinder in über 60 Prozent aller Kreise in NRW eine höhere Lebenserwartung als der Landesdurchschnitt, wie Erhebungen auf kommunaler Ebene des Statistischen Landesamts aufzeigen (Quelle: IT.NRW, Stand: Oktober 2016).

Bei neugeborenen Mädchen hat die Stadt Bonn mit 84,2 Jahren die höchste Lebenserwartung, an Platz zwei ist der Kreis Warendorf mit 84,0 Jahren. Eine höhere Lebenserwartung als der Landesdurchschnitt haben zudem neugeborene Mädchen aus dem Kreis Gütersloh (83,8 Jahre), dem Kreis Paderborn (83,6) und dem Rheinisch-Bergischen Kreis (83,5).

Bei den neugeborenen Jungen liegt die Stadt Münster mit einer Lebenserwartung von 79,7 Jahren vorn, dicht gefolgt vom Rheinisch-Bergischen Kreis mit einer Lebenserwartung von 79,7 Jahren, dem Kreis Gütersloh (79,4) und dem Kreis Coesfeld (79,2).

Insgesamt liegt die Lebenserwartung bei neugeborenen Mädchen in 61 Prozent aller Kreise und bei neugeborenen Jungen in 64 Prozent aller Kreise über den Landesdurchschnitt.

 

 

6.000 Kitas in NRW-Kreisen

6.000

Die meisten Kindestageseinrichtungen in NRW sind im kreisangehörigen Raum angesiedelt. In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 6.000 Kitas und über 8.000 Tagesmütter und -väter.
Landesweit gibt es knapp 10.000 Kindertageseinrichtungen und mehr als 14.000 in der Tagespflege tätige Personen (Tagesmütter und -väter). Dabei sind in NRW mit rund 6.000 circa 60 Prozent der Kitas und mit über 8.000 gut 57 Prozent der Tagesmütter und -väter im kreisangehörigen Raum angesiedelt (Quelle: IT.NRW, Stand 14. September 2017).
Allein in den NRW-Kreisen befinden sich insgesamt rund 375.000 Kinder (59 Prozent) in der Kindertagesbetreuung, davon sind mehr als 76.000 unter drei Jahre alt (57 Prozent).
Die Kreise mit den meisten Kitas sind der Rhein-Sieg-Kreis mit seinen 19 kreisangehörigen Städten und Gemeinden (386 Kitas und 443 Tagesmütter und -väter), die Städteregion Aachen (311 Kitas und 324 Tagesmütter und -väter), der Kreis Recklinghausen (309 Kitas und 424 Tagesmütter und -väter) und der Rhein-Erft-Kreis (280 Kitas und 411 Tagesmütter und -väter).
Unter dem Begriff Kindertagesbetreuung werden sowohl die Betreuung in Kindertageseinrichtungen als auch die in öffentlich geförderter Kindertagespflege (Tagesmütter und -väter) statistisch erfasst.

Wirtschaftsleistung der Kreise in NRW bei 346.000.000.000 Euro

346.000.000.000

Das Bruttoinlandsprodukt in Nordrhein-Westfalen belief sich im Jahr 2016 auf 669 Milliarden Euro. Dabei stellten die NRW-Kreise mehr als die Hälfte der Wirtschaftskraft des Landes.

Im Jahr 2016 lag die Wirtschaftsleistung der NRW-Kreise bei rund 346 Milliarden Euro. Die fünf wirtschaftsstärksten Kreise waren der Kreis Mettmann, der Rhein-Kreis-Neuss, die Städteregion Aachen, der Kreis Gütersloh und der Rhein-Sieg-Kreis.

Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt bei zwei Drittel der Kreise über dem landesweiten Plus von 2,9 Prozent. Spitzenreiter waren die Kreise Euskirchen (+6,6 Prozent), Olpe (+5,9 Prozent) und Coesfeld (+5,8 Prozent).

Dabei bleiben Industriebetriebe und verarbeitendes Gewerbe besonders stark in den NRW-Kreisen repräsentiert. Zwei Drittel der Bruttowertschöpfung dieses Wirtschaftssektors in NRW erzielten die Betriebe aus dem kreisangehörigen Raum. Damit blieb der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in den NRW-Kreisen bei rund einem Drittel. Demgegenüber ist der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten bei rund 20 Prozent.  

Stärkster Sektor in den NRW-Kreisen war der Dienstleistungsbereich mit rund zwei Drittel der gesamten Bruttowertschätzung. Die Land- und Forstwirtschaft lag bei knapp 0,7 Prozent.

25.000 Kilometer überörtliche Straßen in NRW-Kreisen

25.000

NRW hat mit knapp 30.000 Kilometern nach Bayern das zweitgrößte überörtliche Straßennetz Deutschlands. Davon sind knapp 25.000 Straßenkilometer im kreisangehörigen Raum.

Das überörtliche Straßennetz ist in NRW seit rund 20 Jahren annähernd unverändert knapp 30.000 Kilometer lang (Quelle: Landesbetrieb Straßenbau NRW, Stand: 1.1.2017). Den höchsten Anteil stellen die Landstraßen mit rund 13.000 Kilometern dar, gefolgt von den Kreisstraßen mit knapp 10.000 Kilometern. Die Gesamtlänge der Bundesautobahnen des Landes beträgt gut 2.200 Kilometer (davon sind knapp 1600 Kilometer im kreisangehörigen Raum).

Die längste Strecke an überörtlichen Straßen hat der Kreis Steinfurt mit insgesamt knapp 1400 Kilometern. Der flächenmäßen größte NRW-Kreis, der Hochsauerlandkreis, liegt mit 1270 Kilometern auf Platz zwei. Der Kreis mit dem größten Autobahnanteil ist der Kreis Recklinghausen (93 Kilometer), gefolgt vom Rhein-Erft-Kreis (92,4 Kilometer).

Der Kreis mit dem geringsten Anteil an überörtlichen Straßen ist der Ennepe-Ruhr-Kreis, der mit 370 Kilometern knapp hinter der kreisfreien Stadt Köln liegt. Beim Anteil an Autobahnkilometern liegt der Kreis Lippe mit 6,3 Kilometern an letzter Stelle im Kreisvergleich, nur die kreisfreie Stadt Solingen hat mit 1,5 Kilometern NRW-weit einen geringeren Autobahnanteil.

5.100.000 Erwerbstätige in NRW-Kreisen

5.100.000

Die Zahl der Erwerbstätigen (am Arbeitsort) in den NRW-Kreisen ist weiter gestiegen. Im Jahr 2016 gingen in 30 der 31 Kreise mehr Menschen einer Arbeit nach als 15 Jahre zuvor.

Mit 9,3 Millionen ist die Zahl der Erwerbstätigen (am Arbeitsort) in NRW bis 2016 um 15,4 Prozent gegenüber 1991 gestiegen. Dabei gingen die Zahlen in 30 Kreisen nach oben. Nur im Märkischen Kreis gab es geringfügig weniger Erwerbstätige als 15 Jahre zuvor (-0,7 Prozent). Somit waren 2016 insgesamt rund 5,1 Millionen Menschen im kreisangehörigen Raum erwerbstätig (Quelle AK-ETR, Berechnungsstand: August 2017).

In dem angegebenen 15-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2016 entwickelten sich 21 der 31 Kreise besser als das Land insgesamt und verzeichneten somit eine relative Steigerungsrate bei den Erwerbstätigen von über 15,4 Prozent.

Die höchste prozentuale Steigerungsrate in ganz NRW ist im Kreis Gütersloh mit 39,1 Prozent zu beobachten. Während es im Jahr 1991 dort insgesamt rund 155.000 Erwerbstätige gab, wurde 2016 ein Anstieg auf rund 216.000 verzeichnet. Auch in den Kreisen Paderborn (38 Prozent), Rhein-Sieg (36,3 Prozent) und Borken (34,9 Prozent) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleichszeitraum enorm an. Die höchste prozentuale Entwicklung unter den kreisfreien Städten in NRW hatte die Stadt Münster mit 33,6 Prozent. 

Diese Zahlen basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (www.ak-etr.de), dem IT.NRW angehört. In die Berechnung einbezogen sind die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Beamte, Selbstständige und geringfügig Beschäftigte. Geringfügig Beschäftigte werden vom AK-ETR erst seit 2003 erfasst. Demnach ist die Zahl der geringfügig Beschäftigten in NRW seit 2009 rückläufig.

NRW-Kreise umfassen 30.385 Quadratkilometer

30.385

Der kreisangehörige Raum in NRW erstreckt sich über 30.385 Quadratkilometer. Das sind 90 Prozent der Bodenfläche in NRW. Rund 24.000 Quadratkilometer sind Naturschutz-, Landwirtschafts-, Wald- und Wasserfläche.

Mit rund 34.100 Quadratkilometern ist das Land Nordrhein-Westfalen das viertgrößte Land Deutschlands. Die 31 NRW-Kreise erstrecken sich über rund 90 Prozent dieser Fläche. Die Hälfte dieser 30.385 Quadratkilometer wird landwirtschaftlich genutzt. 27 Prozent sind Waldfläche. Gebäude und Freiflächen nehmen 10,6 Prozent der Bodenfläche in Anspruch. 8,1 Prozent sind Naturschutzgebiet (2.481 qkm, 1981 waren es 303 qkm). (Quelle: IT.NRW, Stand 31.12.2015)

Der flächenmäßig größte Kreis in NRW ist der Hochsauerlandkreis mit 1.960 Quadratkilometern, gefolgt vom Kreis Steinfurt (1.795 qkm), dem Kreis Borken (1.421 qkm) und dem Kreis Soest (1.329 qkm). Der kleinste Kreis in NRW ist zugleich der mit der höchsten Bevölkerungsdichte Deutschlands: Im Kreis Mettmann leben rund 485.000 Menschen (IT.NRW, Stand Dez. 2016) auf 407 qkm, das sind 1.190 Einwohner je qkm. Entsprechend hoch ist der Anteil an Gebäude- und Freiflächen (Gärten, Spielplätzen etc.) mit 23 Prozent, aber auch die Sport- und Erholungsflächen (rund sechs Prozent). Zudem hat der Kreis Mettmann 20 Prozent Waldfläche und sechs Prozent Naturschutzgebiet.

In den einzelnen Kreisen bestehen erhebliche Unterschiede in der Flächennutzung: Im größten Kreis NRWs, dem Hochsauerlandkreis sind über 55 Prozent Waldflächen (rund 1.100 qkm). Auch im Märkischen Kreis und im Kreis Olpe machen Wälder mehr als die Hälfte der Fläche aus. Den höchsten Waldanteil hat der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 64,4 Prozent. Die landwirtschaftliche Nutzung ist im Kreis Warendorf am höchsten, gefolgt von Coesfeld, Steinfurt, Borken, Kleve und Heinsberg. Die anteilig höhere Betriebsfläche haben der Rhein-Kreis-Neuss (7,1 Prozent), Düren (5,5 Prozent) und Rhein-Erft (6,1 Prozent). Den höchsten Anteil an Naturschutzgebieten haben der Rhein-Kreis-Neuss (28,2 Prozent), Wesel (17,1 Prozent), Rhein-Sieg (16,2 Prozent) und die Städteregion Aachen (14,1 Prozent).

3.700 allgemeinbildende Schulen und Berufskollegs in NRW-Kreisen

3.700

Die meisten Schulen in Nordrhein-Westfalen sind im kreisangehörigen Raum angesiedelt: In den 31 NRW-Kreisen gibt es knapp 3.500 allgemeinbildende Schulen und mehr als 200 Berufskollegs.

Landesweit befinden sich somit rund 64 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen und rund 53 Prozent aller Berufskollegs im kreisangehörigen Raum (Quelle: IT.NRW, Stand 27.03.2018). Dort lernen derzeit insgesamt knapp 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in rund 57.500 Klassen.

Unter den Kreisen mit den meisten Schulen sind der bevölkerungsreichste Kreis NRWs, der Kreis Recklinghausen (171 allgemeinbildenden Schulen und 11 Berufskollegs), der Rhein-Sieg-Kreis (194 allgemeinbildende Schulen und 8 Berufskollegs) und der Kreis Mettmann (145 allgemeinbildende Schulen und 8 Berufskollegs). Im Kreis Steinfurt mit seinen 24 kreisangehörigen Städten und Gemeinden gibt es 157 allgemeinbildende Schulen und 11 Berufskollegs.

Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen neben den Grundschulen unter anderem auch die Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen, Gymnasien, Förderschulen und Weiterbildungskollegs. Die Städte und Gemeinden sind regelmäßig Schulträger der allgemeinbildenden Schulen. Die Kreise sind im Grundsatz für die Berufskollegs und für den überwiegenden Teil der Förderschulen zuständig.

3.600.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in NRW-Kreisen

3.600.000

In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 3,6 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Das sind landesweit mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Jobs.

Mit rund 3,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten rund 53,6 Prozent im kreisangehörigen Raum (Quelle: BA, Stand 30.6.2017). Darunter sind rund zwei Millionen Männer und über 1,5 Millionen Frauen.

Zu den Kreisen mit den meisten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen gehören der Kreis Mettmann (rund 185.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte), der Rhein-Kreis-Neuss (rund 145.000), die Städteregion Aachen (rund 209.000), der Rhein-Sieg-Kreis (rund 156.000), der Kreis Recklinghausen (rund 163.000) und der Märkische Kreis (rund 160.000).

Der Kreis mit der höchsten Dichte an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen ist der Kreis Gütersloh mit rund 47,5 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro 100 Einwohnern. Ihm folgen die Kreise Olpe (42,3), Siegen-Wittgenstein (rund 41,0) und Minden-Lübbecke (rund 40,4).

NRW-Kreise haben rund 11.000.000 Einwohner

11.000.000

In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen leben rund 11 Millionen Menschen. Damit leben mehr als 60 Prozent der Einwohner NRWs im kreisangehörigen Raum. Im Ländervergleich haben die NRW-Kreise mehr Einwohner als die fünf neuen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammengenommen.

Der Kreis Recklinghausen ist der bevölkerungsreichste Kreis in NRW und hat sogar mehr Einwohner als die Stadt Dortmund. Mit über 615.000 Einwohnern ist er auch im deutschlandweiten Kreisvergleich auf Platz Eins. Die wenigsten Einwohner hat in NRW der Kreis Olpe (rund 135.000, Stand 2015). Im Durchschnitt leben in den NRW-Kreisen rund 350.000 Einwohner auf 1000 Quadratkilometern.

Die Kreise untergliedern sich in mehrere - zwischen sieben und 24 - kreisangehörige Städte und Gemeinden. Im Durchschnitt gibt es in jedem nordrhein-westfälischen Kreis zwölf Städte und Gemeinden. Dabei stehen die Kreise mit ihren Städten und Gemeinden in einem engen partnerschaftlichen Verhältnis zueinander. Sie teilen sich die Aufgaben, die von einer kreisfreien Stadt alleine wahrgenommen werden, weil die Verwaltungskraft der einzelnen Gemeinden nicht ausreicht, um die Aufgabenvielfalt qualitativ hochwertig und zugleich wirtschaftlich zu erfüllen.

Die Kreise übernehmen etwa die öffentliche Jugendhilfe und soziale Angelegenheiten der meisten kreisangehörigen Kommunen, sind verantwortlich für Rettungswesen sowie Brand- und Katastrophenschutz, aber auch für Gesundheitswesen und Lebensmittelüberwachung. Weitere Aufgaben sind zum Beispiel Tierschutz, Landschaftsschutz, Kraftfahrzeugzulassung sowie Bauaufsicht und Unterhaltung der Kreisstraßen.

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