Landkreistag NRW Landkreistag NRW
Neanderthal Museum
Hochsauerlandkreis: Meschede - Eversberg
Märkischer Kreis: Burg Altena

NRW-Kreise in Zahlen

Zahl des Monats

Juli 2018: Wirtschaftsleistung der Kreise in NRW bei 346.000.000.000 Euro

346.000.000.000

Das Bruttoinlandsprodukt in Nordrhein-Westfalen belief sich im Jahr 2016 auf 669 Milliarden Euro. Dabei stellten die NRW-Kreise mehr als die Hälfte der Wirtschaftskraft des Landes.

Im Jahr 2016 lag die Wirtschaftsleistung der NRW-Kreise bei rund 346 Milliarden Euro. Die fünf wirtschaftsstärksten Kreise waren der Kreis Mettmann, der Rhein-Kreis-Neuss, die Städteregion Aachen, der Kreis Gütersloh und der Rhein-Sieg-Kreis.

Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt bei zwei Drittel der Kreise über dem landesweiten Plus von 2,9 Prozent. Spitzenreiter waren die Kreise Euskirchen (+6,6 Prozent), Olpe (+5,9 Prozent) und Coesfeld (+5,8 Prozent).

Dabei bleiben Industriebetriebe und verarbeitendes Gewerbe besonders stark in den NRW-Kreisen repräsentiert. Zwei Drittel der Bruttowertschöpfung dieses Wirtschaftssektors in NRW erzielten die Betriebe aus dem kreisangehörigen Raum. Damit blieb der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in den NRW-Kreisen bei rund einem Drittel. Demgegenüber ist der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten bei rund 20 Prozent.  

Stärkster Sektor in den NRW-Kreisen war der Dienstleistungsbereich mit rund zwei Drittel der gesamten Bruttowertschätzung. Die Land- und Forstwirtschaft lag bei knapp 0,7 Prozent.

Juni 2018: 25.000 Kilometer überörtliche Straßen in NRW-Kreisen

25.000

NRW hat mit knapp 30.000 Kilometern nach Bayern das zweitgrößte überörtliche Straßennetz Deutschlands. Davon sind knapp 25.000 Straßenkilometer im kreisangehörigen Raum.

Das überörtliche Straßennetz ist in NRW seit rund 20 Jahren annähernd unverändert knapp 30.000 Kilometer lang (Quelle: Landesbetrieb Straßenbau NRW, Stand: 1.1.2017). Den höchsten Anteil stellen die Landstraßen mit rund 13.000 Kilometern dar, gefolgt von den Kreisstraßen mit knapp 10.000 Kilometern. Die Gesamtlänge der Bundesautobahnen des Landes beträgt gut 2.200 Kilometer (davon sind knapp 1600 Kilometer im kreisangehörigen Raum).

Die längste Strecke an überörtlichen Straßen hat der Kreis Steinfurt mit insgesamt knapp 1400 Kilometern. Der flächenmäßen größte NRW-Kreis, der Hochsauerlandkreis, liegt mit 1270 Kilometern auf Platz zwei. Der Kreis mit dem größten Autobahnanteil ist der Kreis Recklinghausen (93 Kilometer), gefolgt vom Rhein-Erft-Kreis (92,4 Kilometer).

Der Kreis mit dem geringsten Anteil an überörtlichen Straßen ist der Ennepe-Ruhr-Kreis, der mit 370 Kilometern knapp hinter der kreisfreien Stadt Köln liegt. Beim Anteil an Autobahnkilometern liegt der Kreis Lippe mit 6,3 Kilometern an letzter Stelle im Kreisvergleich, nur die kreisfreie Stadt Solingen hat mit 1,5 Kilometern NRW-weit einen geringeren Autobahnanteil.

Mai 2018: 5.100.000 Erwerbstätige in NRW-Kreisen

5.100.000

Die Zahl der Erwerbstätigen (am Arbeitsort) in den NRW-Kreisen ist weiter gestiegen. Im Jahr 2016 gingen in 30 der 31 Kreise mehr Menschen einer Arbeit nach als 15 Jahre zuvor.

Mit 9,3 Millionen ist die Zahl der Erwerbstätigen (am Arbeitsort) in NRW bis 2016 um 15,4 Prozent gegenüber 1991 gestiegen. Dabei gingen die Zahlen in 30 Kreisen nach oben. Nur im Märkischen Kreis gab es geringfügig weniger Erwerbstätige als 15 Jahre zuvor (-0,7 Prozent). Somit waren 2016 insgesamt rund 5,1 Millionen Menschen im kreisangehörigen Raum erwerbstätig (Quelle AK-ETR, Berechnungsstand: August 2017).

In dem angegebenen 15-jährigen Zeitraum von 1991 bis 2016 entwickelten sich 21 der 31 Kreise besser als das Land insgesamt und verzeichneten somit eine relative Steigerungsrate bei den Erwerbstätigen von über 15,4 Prozent.

Die höchste prozentuale Steigerungsrate in ganz NRW ist im Kreis Gütersloh mit 39,1 Prozent zu beobachten. Während es im Jahr 1991 dort insgesamt rund 155.000 Erwerbstätige gab, wurde 2016 ein Anstieg auf rund 216.000 verzeichnet. Auch in den Kreisen Paderborn (38 Prozent), Rhein-Sieg (36,3 Prozent) und Borken (34,9 Prozent) stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Vergleichszeitraum enorm an. Die höchste prozentuale Entwicklung unter den kreisfreien Städten in NRW hatte die Stadt Münster mit 33,6 Prozent. 

Diese Zahlen basieren auf Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (www.ak-etr.de), dem IT.NRW angehört. In die Berechnung einbezogen sind die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Beamte, Selbstständige und geringfügig Beschäftigte. Geringfügig Beschäftigte werden vom AK-ETR erst seit 2003 erfasst. Demnach ist die Zahl der geringfügig Beschäftigten in NRW seit 2009 rückläufig.

April 2018: NRW-Kreise umfassen 30.385 Quadratkilometer

30.385

Der kreisangehörige Raum in NRW erstreckt sich über 30.385 Quadratkilometer. Das sind 90 Prozent der Bodenfläche in NRW. Rund 24.000 Quadratkilometer sind Naturschutz-, Landwirtschafts-, Wald- und Wasserfläche.

Mit rund 34.100 Quadratkilometern ist das Land Nordrhein-Westfalen das viertgrößte Land Deutschlands. Die 31 NRW-Kreise erstrecken sich über rund 90 Prozent dieser Fläche. Die Hälfte dieser 30.385 Quadratkilometer wird landwirtschaftlich genutzt. 27 Prozent sind Waldfläche. Gebäude und Freiflächen nehmen 10,6 Prozent der Bodenfläche in Anspruch. 8,1 Prozent sind Naturschutzgebiet (2.481 qkm, 1981 waren es 303 qkm). (Quelle: IT.NRW, Stand 31.12.2015)

Der flächenmäßig größte Kreis in NRW ist der Hochsauerlandkreis mit 1.960 Quadratkilometern, gefolgt vom Kreis Steinfurt (1.795 qkm), dem Kreis Borken (1.421 qkm) und dem Kreis Soest (1.329 qkm). Der kleinste Kreis in NRW ist zugleich der mit der höchsten Bevölkerungsdichte Deutschlands: Im Kreis Mettmann leben rund 485.000 Menschen (IT.NRW, Stand Dez. 2016) auf 407 qkm, das sind 1.190 Einwohner je qkm. Entsprechend hoch ist der Anteil an Gebäude- und Freiflächen (Gärten, Spielplätzen etc.) mit 23 Prozent, aber auch die Sport- und Erholungsflächen (rund sechs Prozent). Zudem hat der Kreis Mettmann 20 Prozent Waldfläche und sechs Prozent Naturschutzgebiet.

In den einzelnen Kreisen bestehen erhebliche Unterschiede in der Flächennutzung: Im größten Kreis NRWs, dem Hochsauerlandkreis sind über 55 Prozent Waldflächen (rund 1.100 qkm). Auch im Märkischen Kreis und im Kreis Olpe machen Wälder mehr als die Hälfte der Fläche aus. Den höchsten Waldanteil hat der Kreis Siegen-Wittgenstein mit 64,4 Prozent. Die landwirtschaftliche Nutzung ist im Kreis Warendorf am höchsten, gefolgt von Coesfeld, Steinfurt, Borken, Kleve und Heinsberg. Die anteilig höhere Betriebsfläche haben der Rhein-Kreis-Neuss (7,1 Prozent), Düren (5,5 Prozent) und Rhein-Erft (6,1 Prozent). Den höchsten Anteil an Naturschutzgebieten haben der Rhein-Kreis-Neuss (28,2 Prozent), Wesel (17,1 Prozent), Rhein-Sieg (16,2 Prozent) und die Städteregion Aachen (14,1 Prozent).

März 2018: 3.700 allgemeinbildende Schulen und Berufskollegs in NRW-Kreisen

3.700

Die meisten Schulen in Nordrhein-Westfalen sind im kreisangehörigen Raum angesiedelt: In den 31 NRW-Kreisen gibt es knapp 3.500 allgemeinbildende Schulen und mehr als 200 Berufskollegs.

Landesweit befinden sich somit rund 64 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen und rund 53 Prozent aller Berufskollegs im kreisangehörigen Raum (Quelle: IT.NRW, Stand 27.03.2018). Dort lernen derzeit insgesamt knapp 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in rund 57.500 Klassen.

Unter den Kreisen mit den meisten Schulen sind der bevölkerungsreichste Kreis NRWs, der Kreis Recklinghausen (171 allgemeinbildenden Schulen und 11 Berufskollegs), der Rhein-Sieg-Kreis (194 allgemeinbildende Schulen und 8 Berufskollegs) und der Kreis Mettmann (145 allgemeinbildende Schulen und 8 Berufskollegs). Im Kreis Steinfurt mit seinen 24 kreisangehörigen Städten und Gemeinden gibt es 157 allgemeinbildende Schulen und 11 Berufskollegs.

Zu den allgemeinbildenden Schulen zählen neben den Grundschulen unter anderem auch die Haupt-, Real- und Gemeinschaftsschulen, Gymnasien, Förderschulen und Weiterbildungskollegs. Die Städte und Gemeinden sind regelmäßig Schulträger der allgemeinbildenden Schulen. Die Kreise sind im Grundsatz für die Berufskollegs und für den überwiegenden Teil der Förderschulen zuständig.

Februar 2018: 3.600.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in NRW-Kreisen

3.600.000

In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen gibt es rund 3,6 Millionen sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Das sind landesweit mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtigen Jobs.

Mit rund 3,6 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten rund 53,6 Prozent im kreisangehörigen Raum (Quelle: BA, Stand 30.6.2017). Darunter sind rund zwei Millionen Männer und über 1,5 Millionen Frauen.

Zu den Kreisen mit den meisten sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen gehören der Kreis Mettmann (rund 185.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte), der Rhein-Kreis-Neuss (rund 145.000), die Städteregion Aachen (rund 209.000), der Rhein-Sieg-Kreis (rund 156.000), der Kreis Recklinghausen (rund 163.000) und der Märkische Kreis (rund 160.000).

Der Kreis mit der höchsten Dichte an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen ist der Kreis Gütersloh mit rund 47,5 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten pro 100 Einwohnern. Ihm folgen die Kreise Olpe (42,3), Siegen-Wittgenstein (rund 41,0) und Minden-Lübbecke (rund 40,4).

Januar 2018: NRW-Kreise haben rund 11.000.000 Einwohner

11.000.000

In den 31 Kreisen in Nordrhein-Westfalen leben rund 11 Millionen Menschen. Damit leben mehr als 60 Prozent der Einwohner NRWs im kreisangehörigen Raum. Im Ländervergleich haben die NRW-Kreise mehr Einwohner als die fünf neuen Bundesländer Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zusammengenommen.

Der Kreis Recklinghausen ist der bevölkerungsreichste Kreis in NRW und hat sogar mehr Einwohner als die Stadt Dortmund. Mit über 615.000 Einwohnern ist er auch im deutschlandweiten Kreisvergleich auf Platz Eins. Die wenigsten Einwohner hat in NRW der Kreis Olpe (rund 135.000, Stand 2015). Im Durchschnitt leben in den NRW-Kreisen rund 350.000 Einwohner auf 1000 Quadratkilometern.

Die Kreise untergliedern sich in mehrere - zwischen sieben und 24 - kreisangehörige Städte und Gemeinden. Im Durchschnitt gibt es in jedem nordrhein-westfälischen Kreis zwölf Städte und Gemeinden. Dabei stehen die Kreise mit ihren Städten und Gemeinden in einem engen partnerschaftlichen Verhältnis zueinander. Sie teilen sich die Aufgaben, die von einer kreisfreien Stadt alleine wahrgenommen werden, weil die Verwaltungskraft der einzelnen Gemeinden nicht ausreicht, um die Aufgabenvielfalt qualitativ hochwertig und zugleich wirtschaftlich zu erfüllen.

Die Kreise übernehmen etwa die öffentliche Jugendhilfe und soziale Angelegenheiten der meisten kreisangehörigen Kommunen, sind verantwortlich für Rettungswesen sowie Brand- und Katastrophenschutz, aber auch für Gesundheitswesen und Lebensmittelüberwachung. Weitere Aufgaben sind zum Beispiel Tierschutz, Landschaftsschutz, Kraftfahrzeugzulassung sowie Bauaufsicht und Unterhaltung der Kreisstraßen.

Alle aufklappen